Altstadt in Wuppertal-Beyenburg

Ein altes Kloster umgeben von Fachwerkhäusern, ein stiller See und lichte Laubwälder auf den Hügeln – wer nach Beyenburg im Osten Wuppertals kommt, ist der Großstadt fern.

Geschichte

Der kleine Ort mit seinen verwinkelten Straßen liegt zwischen Wäldern und Feldern in einer Schleife der Wupper. Seine romantische Silhouette mit der Klosterkirche spiegelt sich im ruhigen Wasser des Stausees. Die imposante und doch anmutig wirkende Kirche St. Maria Magdalena, der „Beyenburger Dom“, ist eines der schönsten Beispiele spätgotischer Architektur in der Region. Sie wurde im 14. Jahrhundert zusammen mit dem Kloster Steinhaus auf dem Beyenberg errichtet. Der stimmungsvolle Klosterhof lässt heute kaum erahnen, wie wechselvoll die Geschichte war – mit verheerenden Bränden, aber auch Zeiten, in denen das Klosterleben blühte. Von der Blütezeit zeugen heute noch der üppige barocke Hochaltar und die Orgel (1693).

Seit dem Mittelalter war Beyenburg eine wichtige Wegestation: Der Ort lag genau in der Mitte zwischen Köln und Dortmund, jeweils eine Tagesreise von beiden Städten entfernt, direkt an einem alten Heerweg und einer Handelsstraße, die weiter bis nach Magdeburg und in den Ostseeraum führte. Das Gastgewerbe blühte. Pilger auf dem Jakobsweg fanden im Kloster Steinhaus eine sichere Unterkunft.
Ende des 18. Jahrhunderts verlor Beyenburg an Bedeutung: Der Weg war ungepflegt und holprig, Reisende nutzten nun lieber bequemere alternative Strecken, die an Rhein und Ruhr entstanden waren.

Wer über die kleine Brücke an der Beyenburger Furt die Wupper überquert und ein Stück am Beyenburger Stausee entlang geht, wird mit einem wunderschönen Blick auf Ort, Kloster und Kirche auf dem Beyenberg belohnt.

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